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Wie lässt sich Weiterbildung und Beruf vereinen?

von JobRocker, am 02. März 2019

Denkst Du über eine Fortbildung, Umschulung oder ein berufsbegleitendes Studium nach, so muss Dir bewusst sein, dass Du das Pensum oft neben dem eigentlichen Vollzeit-Job bewältigen musst. Ohne Zeit, Motivation und Verständnis von Familie, Freunden und Kollegen klappt das jedoch nicht. „Schaffe ich die Doppelbelastung Beruf und Weiterbildung?“

Wer nach einigen Jahren der Berufstätigkeit über eine Weiterbildung nachdenkt, steht genau vor dieser entscheidenden Frage. Wenn Du dich nicht für eine Auszeit oder eine Bildungskarenz entscheidest, so muss Dir zuerst einmal bewusst sein, dass Du einige Abende unter der Woche aber auch die Wochenenden für deine Bildung opfern musst. Die Entscheidung eine Weiterbildung zu beginnen, fällt den Wenigsten leicht. Viele tun sich auch schwer abzuschätzen, ob sie die Doppelbelastung Beruf und Weiterbildung über Monate oder Jahre schaffen. Finde zu allererst heraus welche Motivation hinter der bevorstehenden Veränderung steckt. Oft ist es das Bedürfnis, der Unzufriedenheit im Job zu entkommen oder aber auch ein konkretes Karriereziel. Manchmal stecken aber auch die Aufstiegschancen beim aktuellen Arbeitgeber dahinter. Du könnest in eine Führungsposition wechseln, übernehmen mehr Verantwortung und können sich so den Wunsch nach beruflichem Aufstieg erfüllen. Aber auch der Wunsch nach einer sinnvollen und inspirierenden Tätigkeit kann ein Motiv sein.

Vier Faktoren führen zur Entscheidung

Beachte bei deiner Entscheidung vier wichtige Faktoren. Denke darüber nach, was die Weiterbildung in deinem bisherigen Leben verändern würde.

  • Körper: Welche körperlichen Belastungen kommen auf Dich zu, wenn Du dich für eine Fortbildung entscheidest? Welchen Einfluss hat diese Entscheidung auf deinen Energiehaushalt? Ist dein Beruf körperlich anstrengend? Kommst Du mit weniger Schlaf als bisher aus?
  • Seele: Was sagt Dein Innerstes? Korreliert die Entscheidung mit deinen Werten? Wenn Du beispielsweise Wert auf „Sicherheit“ legen, so kann eine Ausbildung dafür sprechen, da eine höhere Bildung die Arbeitsplatzsicherheit erhöht.
  • Gefühl: Welche Emotionen kommen hoch, wenn Du an die Weiterbildung denkst? Bist Du begeistert, freust Du dich auf diesen neuen Lebensabschnitt oder belastet es dich? Welche Gedanken beschäftigen dich?
  • Verstand: Werfe einen Blick auf die Zahlen und Fakten: Sprechen sie für oder gegen die Fortbildung? Kannst Du dir eine zusätzliche Ausbildung überhaupt leisten? Es gilt, möglichst viele Informationen zu sammeln und diese möglichst objektiv zu bewerten. Frage hier gerne auch deine Freunde oder Bekannte.

Hast Du dir all diese Fragen beantwortet, dann hast Du eine Liste mit all den Punkten die für und gegen eine Weiterbildung sprechen. Auf Basis dieser Fakten sollte dir das Treffen einer fundierten Entscheidung leichter fallen. Eine Entscheidung, von der Du voll und ganz überzeugt bist, ist übrigens auch ein wichtiger Motivationsfaktor für deinen Ausbildungsweg. Es werden bestimmt aber auch einige Bedenken und Zweifel aufkommen. Lass dich von diesen nicht verunsichern. Du bist bereit deine Komfortzone zu verlassen. Das kann und wird zu Konflikten mit anderen Werten führen. Bist Du beispielsweise ein Familienmensch, dann wirst Du in nächster Zeit wahrscheinlich weniger Zeit für deine Lieben aufbringen können. Das gilt auch für Hobbys oder Sportarten, denen Du regelmäßig nachgehst.

Lassen dich davon aber nicht bremsen. Ebenso wenig von eigenen Unsicherheiten wie „Ich habe Schwierigkeiten beim Lernen. Das schaffe ich bestimmt nicht.“ Werde Dir dieser Denkmuster bewusst, denn so hast Du schon den ersten Schritt in die richtige Richtung voller Selbstvertrauen geschafft.

Hast Du dich für eine Weiterbildung entschieden, dann solltest Du das Gespräch mit deiner Führungskraft und deinen Kollegen suchen. Auch wenn die Weiterbildung in deiner Freizeit stattfindet, solltest Du dennoch Unterstützung von deinem Arbeitgeber erwarten können, wenn es etwa um freie Tage für Prüfungsvorbereitungen geht. Vielleicht kommt deine Firma auch für einen Teil der Kosten auf, wenn die Weiterbildung für das Unternehmen relevant ist.

JobRocker